03.08.26 Was wäre die Welt schön, wenn es nur noch gute Nachrichten zu berichten gäbe. Aber die Realität sieht leider anders aus. Hart und grausam für die meisten wehrlosen Geschöpfe, die so dringend auf Hilfe angewiesen sind. Die Initiative -Katzenschutzverordnung LK Harz- hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses menschengemachte Leid durch eine Katzenschutzverordnung einzudämmen und das Elend der vielen freilebenden Katzen im Harz zu beenden. Was für eine immense Bürokratie hinter einem solchen Ansinnen steht, davon können die Verantwortlichen der Initiative ein Lied singen, aber nichtsdestotrotz bleiben sie am Ball und opfern jede freie Minute für die Sache. So konnte bereits ein 1. Erfolg verzeichnet werden, die Stadt Halberstadt hat im Stadtrat eine Katzenschutzverordnung beschlossen. Das ist auch das Ziel für den gesamten Harzkreis. Aber dafür braucht es auch eure Unterstützung. Zum einen durch Unterzeichnung der folgenden Petition um die Dringlichkeit der Beendigung des Katzenelends aufzuzeigen. Und zum anderen braucht es auch wieder mehr Mitgefühl und Empathie. Aussagen wie: „Der Tierschutz macht das schon…die sind ja dafür da.“ sind einerseits ja richtig, aber die Tierschutzvereine und ehrenamtlichen Helfer schaffen es nicht mehr ohne weitere Hilfe, dieses furchtbare Leid jeden Tag zu bewältigen, geschweige denn zu beenden. Überall ist das Geld knapp, die Kastrationskostenzuschüsse vom Land sind jetzt schon erschöpft, aber es gibt noch immer so viele Hotspots wo sich Katzen unkontrolliert vermehren. Eigentlich wollten wir euch nicht mit ellenlangen Textpassagen quälen, aber alle Tierschutzvereine sind gerade wieder am Limit, finanziell, personell, physisch und psychisch…zu viele schreckliche Schicksale…einer davon ist Kater Karlchen aus Westerhausen…ein Paradebeispiel…er entstammt einer langen Ahnenreihe von Katzen, denen man auf den 1. Blick ansieht wo sie herkommen, wenn man schon eine Weile im Tierheim arbeitet, erkennt man oft schon, aus welcher Ecke die Katzen kommen. Karlchen, unkastriert, war bis jetzt sämtlichen Kastrationaktionen ausgewichen…aber letzte Woche hatte er großes Pech…er blieb in einem Kippfenster hängen und kam leider erst ein paar Tage später zu uns ins Tierheim. Er war ein Häufchen Elend, wie er da in der Transportbox lag und einen mit einem so traurigen Blick ansah…Die so wichtigen Fragen, wann war es passiert usw. konnten wir der Tierarztpraxis leider nicht beantworten, wir bekamen den Kater nur „überreicht“. Nach Röntgen und Blutabnahme sah es sehr übel aus. Oberschenkelhalsbruch und sehr schlechte Nierenwerte, Niere auch stark vergrößert. Deshalb wurde von einer OP erstmal abgeraten…und eigentlich stand auch das Wort „Euthanasie“ im Raum. Aber das Karlchen dann einfach leblos in seiner Transportbox wieder in der Tierarztpraxis abzuholen…ohne ihm eine Chance zu geben…das brachten wir nicht über´s Herz. Also kam das Karlchen zu uns in´s Tierheim und bekam ein Zimmerchen, wo er sich gerade so bewegen kann. Erst fraß er schlecht, pullerte unter sich, das große Geschäft kam ein paar Tage gar nicht, aber jetzt…welch Wunder…Karlchen frisst mit großem Appetit sein Nierenfutter und robbt auf die Katzentoilette. Das einst widerspenstig abstehende Beinchen kann nun wieder angewinkelt und benutzt werden. Karlchen ist wohl „Karl, der Große“ ein Kämpfer mit großem Lebenswillen. Niemals hätten wir das erwartet…und wenn wir ihm auch nur noch ein paar Monate schenken können, so ist es das doch wert..oder findet Ihr nicht??? Und Karlchen ist kein Einzelfall, fast täglich müssen wir solche Schicksale erleben und damit klar kommen…aufgeben ist nicht…wir werden gebraucht. Bitte helft uns, dieses Leid aufzuhalten. 🙏🙏🙏
Notfall nach 16 Uhr: Bitte über die Leitstelle 03941 / 69999 melden. Weiterleitung an unseren Notdienst erfolgt dort. (Nur für dringende Notfälle.)
Im Moment stehen bei uns keine Termine oder Aktionen an. Aber keine Sorge – unsere Tierheim-Tiere freuen sich jederzeit über Ihren Besuch! 🐾